Was ist eine Doppelkontakt und ein Lift im Volleyball?

481671830_XSVolleyball ist durch viele verschiedene Regeln gekennzeichnet. Besonders die Annahme des Balles und die Weiterverarbeitung sind geregelt und führt in vielen Spielen zu heftigen Diskussionen. Spieler und Trainer reklamieren gerne Fehler der gegnerischen Mannschaft. Es gibt im Grunde zwei Hauptfehler, die sich immer wieder einschleichen. Einmal der Doppelkontakt, also das zweimalige Berühren des Balls durch einen Spieler kurz hintereinander und den Lift, der als geführter bzw. gehaltener Ball bekannt ist.

Der Doppelkontakt

Ein Doppelkontakt ist bei der Annahme eines Aufschlags grundsätzlich erlaubt. Das bedeutet, wenn ein abwehrender Spieler eine Annahme entgegennimmt, dann kann er den Ball zweimal in kurzer Zeit berühren. Ein Doppelkontakt sollte deshalb so lange nicht als Fehler vom Schiedsrichter geahndet werden, bis der erste Abwehrversuch eines Spielers abgeschlossen ist. Ein mögliches Szenario wäre, wenn der Ball bspw. vom Unterarm und dann von der Schulter berührt wird, um einen Ball am Anfang eines Spielzugs zu retten. Doppelkontakt wird aber dann als Fehler gepfiffen, wenn nach der Angabe der verteidigende Spieler sich den Ball durch eine Vorlage oder einen Pass selbst vorbereitet. Die FIVB denkt über mögliche Regeländerungen der Regel des Doppelkontaktes bei der Annahme nach.

Ein geführter oder gehaltener Ball

Lifting bezeichnet im Volleyball, das Werfen und Fangen des Balls. Im Gegensatz zum Doppelkontakt gibt es keine Ausnahme für diese Regel. Es ist verboten, den Ball direkt zu fangen oder auch nur für einen kurzen Moment festzuhalten. Dazu zählt auch das Nachschieben des Balles durch den Spieler. Besonders beim Hallenvolleyball werden solche Vergehen hart geahndet.

Beim Beachvolleyball gelten andere Regeln und manchmal sieht es so aus, als würde der vorlegenden Spieler den Ball fangen und dann erst vorlegen. Der Spielraum ist hier um einiges größer. Natürlich kann der Ball selbst im Beachvolleyball nicht komplett gefangen und geworfen werden. Auch hier gilt die Regel, dass alle Zuspiele mit einer flüssigen Bewegung durchgeführt werden müssen.